Nomborn

im Westerwald

Geschichte

Quelle: Hans-Christian Kirsch
Nomborn, Geschichte eines Dorfes

Vor- und Frühgeschichte

Auf den Bornkasten, dem Hausberg Nomborn, wurden Reste eines Steinwalles entdeckt. Hierbei handelt es sich um das früheste Zeugnis einer Siedlungsgeschichte in der Gemarkung Nomborn. Der Bergrücken des Bornkastens fällt nach Norden und Westen sehr steil ab. Diese Topographie begünstigte den Schutz des Areals. Künstliche Schutzvorkehrungen waren nur an der Ost-und Südflanke notwendig. Vermutlich war in diesem Bereich ein 4-5 m hoher Schutzwall angebracht, dem eventuell ein kleinerer Wall vorgelagert war. Hierbei könnte es sich aber auch um einen Grabenaushub handeln.

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Frühes Mittelalter

Der Historiker Gensicke nimmt an, dass unter dem Namen „Meineborn“ (Meinborn) eine Nomborn vorangehende Siedlung bestanden hat. Meinborn findet im goldenen Buch der Abtei Prüm Erwähnung, wonach in einer Urkunde die auf den 16. Juli 821 datiert, Kaiser Ludwig dem Folkwin im Engersgau gewisse, zum Fiskus eingezogene Güter zurückgibt. Im gleichen Jahr ist auch urkundlich eine Klause zu Nentershausen erwähnt.

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Erste urkundliche Erwähnung

1289 wurde der Ort Nomborn im Zusammenhang mit einem Lehen des Ritters Röhrich von Montabaur erstmals nachweislich urkundlich erwähnt. Hierauf stützt die Ortsgemeinde Nomborn auch ihr offizielles Alter.

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Hubengericht

In Nomborn befand sich ein Hubengericht. Die Hubengerichte waren Bauerngerichte und für die Bauern, die zumeist Leibeigene waren, zuständig. Dort wurden kleinere Vergehen, wie Feld- und Waldfrevel verhandelt. Die verhängten Strafen waren Geldstrafen und wurden zu Gunsten der Gemeinde verwendet. Strafgelder für Beleidigungen wurden häufig bei den Gerichtssitzungen vertrunken.

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