Nomborn

im Westerwald

Vor- und Frühgeschichte

Auf den Bornkasten, dem Hausberg Nomborn, wurden Reste eines Steinwalles entdeckt. Hierbei handelt es sich um das früheste Zeugnis einer Siedlungsgeschichte in der Gemarkung Nomborn. Der Bergrücken des Bornkastens fällt nach Norden und Westen sehr steil ab. Diese Topographie begünstigte den Schutz des Areals. Künstliche Schutzvorkehrungen waren nur an der Ost-und Südflanke notwendig. Vermutlich war in diesem Bereich ein 4-5 m hoher Schutzwall angebracht, dem eventuell ein kleinerer Wall vorgelagert war. Hierbei könnte es sich aber auch um einen Grabenaushub handeln.

 

Wall am Bornkasten

In dem Areal wurden kleinere und größere Hütten-Lehmbrocken, kleinflächige Lesescherben  und ein kleines fragmentiertes Steinbeil gefunden.

1953 wurde der Bornkasten im ehemaligen Regierungsbezirk Montabaur in der Zusammenstellung wichtiger sichtbarer Bodendenkmäler aufgeführt und 1956 im Heimatsbuch erwähnt. Damals geäußerte Vermutungen sprechen von einer Anlage aus der späten Eisenzeit, die mit der Siedlung auf dem Malberg vergleichbar ist.

Der Bornkasten bietet einen guten Sichtkontakt zu Malberg. Es ist daher vorstellbar, dass auf den Bornkasten ein Vorposten der größeren Befestigung auf dem Malberg gewesen sein könnte. Möglich ist, dass dort Warneinrichtungen mit Feuerzeichen bestanden, die die Siedler am Malberg vor Angriffen aus dem Süden, aus Richtung des Limes, warnten.

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