Aktuelles
Winterdienst
Die kalte Jahreszeit kommt. Schnee und Eis werden dann wieder den Fußgänger- als auch Fahrzeugverkehr beeinträchtigen.
Die Eigentümer sind verpflichtet, den Gehweg vor ihren Grundstücken von Schnee und Eis zu befreien. Befindet sich vor dem Grundstück kein Gehweg, ist die dortige Straße in einer Breite von 1,50 m zu räumen.
Bei den Fahrbahnen stellt sich diese Situation anders dar. Es besteht seitens der öffentlichen Hand keine generelle Räumpflicht für die Straßenfahrbahnen. Lediglich Straßen mit besonderer Verkehrsbedeutung müssen geräumt werden. Die einzige Straße mit besonderer Verkehrsbedeutung in Nomborn ist die Hauptstraße. Das Räumen übernimmt hierfür der Landesbetrieb Mobilität. Der Winterdienst bei allen anderen Straßen ist eine freiwillige Aufgabe der Gemeinde, ohne Verpflichtung hierzu. Viele Kommunen in der Bundesrepublik haben deshalb den Winterdienst auf den Nebenstraßen eingestellt.
Die Ortsgemeinde Nomborn ist finanziell noch in der glücklichen Lage, diese freiwillige Aufgabe zu verwirklichen. Thomas und Bernd Schalla werden auch in diesem Winter den Räumdienst übernehmen. Beide sind bekanntlich berufstätig, haben sich aber trotzdem bereit erklärt, den Winterdienst durchzuführen. Wegen der Berufstätigkeit der beiden kann es vorkommen, dass der Räumdienst nicht unverzüglich oder zeitnah ausgeführt wird. Hierfür bitte ich um Verständnis.
Darüber hinaus darf ich die Anwohner bitten, den Winterdienst gefahrlos zu ermöglichen. Bitte parken Sie Ihre Fahrzeuge so, dass das Räumfahrzeug problemlos passieren kann. Die winterlichen Verhältnisse an sich stellen bereits eine gefährliche Situation – auch für die Räumfahrzeuge - dar. Nicht immer sind diese Konstellationen für die Fahrer beherrschbar. Sollten sich also aufgrund der Parksituation von Fahrzeugen gefährliche Verkehrslagen ergeben, ist der Winterdienst angehalten, diesen Bereich nicht zu räumen, damit Fahrzeuge oder andere Gegenstände nicht beschädigt werden.
Im Interesse eines reibungslosen Ablaufs des Winterdienstes bitte ich daher um Ihre Mithilfe und Beachtung. Vielen Dank.
Auf dem Weg zum Sportheim hat die Ortsgemeinde ein Schild aufgestellt, das darauf hinweist, dass in diesem Bereich kein Winterdienst ausgeführt wird. Sollte das Sportheim geöffnet haben, übernimmt der Sportverein den Winterdienst.
Patrick Brach
Ortsbürgermeister
Seniorennachmittag
Der für den 15.11.2020 angesetzte Seniorennachmittag fällt aufgrund der vorherrschenden Pandemie und den dadurch bedingten Einschränkungen ersatzlos aus.
Patrick Brach, Ortsbürgermeister
Neues Spielgerät am Spielplatz
Im Juli hatte der Ortsgemeinderat beschlossen, ein neues Großspielgerät für unseren Spielplatz anzuschaffen. Die Kinder in Nomborn mussten wegen der Pandemie in der ersten Hälfte des Jahres sehr viele Einschränkungen hinnehmen. Schule und Kindergarten waren zumindest teilweise geschlossen, Sport- und Freizeitangebote fielen weg und nicht zuletzt musste ich den Spielplatz zeitweise wegen der Pandemie sperren.
Dem Gemeinderat war es daher wichtig, ein Zeichen für unsere Kinder zu setzen. Das vorhandene Spielgerät hatte unseren Kindern ca. 30 Jahre treue Dienste geleistet. Es war aber in die Jahre gekommen. Daher bot es sich an, dieses Gerät zu ersetzen.
Nachdem das Gerät geliefert und ein Termin mit dem Unternehmen für den Aufbau festgelegt wurde, haben wir am 19.09.2020 das alte Gerät abgebaut. Ich danke den vielen Helfern, die zusammen mit mir das alte Gerät abgebaut und den Untergrund für den Neuaufbau hergerichtet haben.
Ich danke Alexander Noll, Darius Dennes, Dominik Frink, Eric Ortseifen, Marco Müller, Michael Lesinski, Sascha Müller, Thomas Schalla, Torsten Reckelkamm und ganz besonders Mark Noll mit seinem Radlader für den Einsatz. Vielen Dank, dass ihr euch fast den gesamten Samstag für unsere Kinder um die Ohren geschlagen habt.
Nach dem Aufbau durch das Unternehmen Spielraum stellte sich heraus, dass wir im Bereich zur Brückenwiesenstraße noch auffüllen müssen, um die zulässige Fallhöhe nicht zu überschreiten. So mussten wir diesen Bereich noch aufbauen. Die Planung und Leitung der Ausführung hierfür hat Alexander Noll übernommen. Wir mussten im unteren Bereich ca. 80 cm auffüllen, anböschen und einsäen. Der Einsatz dauerte fast einen ganzen Tag. Zum Glück konnten wir auf den Radlader von Mark Noll zugreifen. Sonst hätten die Arbeiten noch mehr Zeit in Anspruch genommen. Ich danke herzlich Alexander Noll, Eric Ortseifen, Thomas Schalla und Sascha Müller für die Zusammenarbeit. Es war anstrengend, hat aber Spaß gemacht, mit euch für unsere Kinder zu arbeiten.
In der letzten Woche wurde dann noch der Fallschutz, als die zertifizierten Hackschnitzel, durch Alexander Noll, Thomas Schalla und Sascha Müller ergänzt. Vielen Dank auch dafür.
Jetzt können unsere Kinder das neue Spielgerät endlich nutzen. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass nach der Freigabe die Kinder das Gerät ausgiebig getestet haben. Am besten werden die neue Brücke und die Feuerwehrstange angenommen.
Liebe Kinder, viel Spaß mit dem neuen Spielgerät!
Euer Patrick Brach, Ortsbürgermeister
Martinsfest 2020
Seit ca. einem Monat überlege ich, wie das Martinsfest in Zeiten der Pandemie gefeiert werden kann. Ein Umstand stand schon seit Monaten fest: Ein Martinsspiel wird es 2020 nicht geben, da im nächsten Jahr keine Kinder aus Nomborn zur Kommunion gehen. Die Kommunionkinder hatten immer das Martinsspiel in der Kirche aufgeführt.
Unter Pandemiebedingungen und mit dem erforderlichen Abstand ist auch ein Martinszug -wie bisher- nicht möglich. Mir stellten sich viele Fragen: Welche Alternativen sind durchführbar? Können ich oder ein anderer Brezeln verteilen? Was ist, wenn derjenige, der die Brezeln verteilt, das Virus in sich trägt; wird unser Martinsfest dann zur massiven Virusschleuder? Können wir ein Martinsfeuer abbrennen, wenn die Besucher sich im Abstand um das Feuer versammeln? Wie können wir unter Corona-Bedingungen das Holz für das Feuer sammeln und den Holzstapel zum Abbrennen errichten? Wer darf am Martinsfest teilnehmen? Darf die Feuerwehr den Martinszug unterstützen und das Abbrennen des Feuers kontrollieren?
Diese Frage wurde mir auf Nachfrage durch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde und den Wehrleiter der Verbandsgemeinde beantwortet. Die Feuerwehr muss zurecht ihre Einsatzbereitschaft sicherstellen, die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden dürfen deshalb kein Ansteckungsrisiko eingehen. Sie dürfen zwar zu Einsätzen ausrücken und stark eingeschränkt üben, alle anderen Veranstaltungen sind aber untersagt. Damit hatte sich meine Idee eines Martinsfeuers auf Abstand erledigt.
Wenn die Kinder nicht zum Umzug können, kann dann der Umzug zu den Kindern kommen? Soll St. Martin durch den Ort reiten und die Kinder warten auf ihn an der Grundstücksgrenze? Bis wir durch alle Straßen gegangen sind und eventuell die Brezeln verteilt haben, wird es sehr lange dauern. Das warten wird bei Herbstwetter schnell unangenehm.
Nach Abfrage bei den Mitgliedern des Ortsgemeinderats und nach Rücksprache mit den Ortsbeigeordneten habe ich entschieden, dass die Ortsgemeinde keine Martinsveranstaltung ausrichtet. Das war vor einigen Tagen keine leichte Entscheidung. Den Kindern wurde im Jahr 2020 schon so viel genommen. Jetzt auch noch das Martinsfest opfern, Traditionen während der Pandemie aussetzen, ist das letzte was ich wollte. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner lag vor einigen Tagen noch bei weit unter 20. Die kalte Jahreszeit näherte sich und es war mit steigenden Infektionszahlen zu rechnen. Die möglichen Alternativen für den Martinszug und das Martinsfeuer waren nicht befriedigend oder waren mit Risiken verbunden. Deshalb habe ich entschieden keine Veranstaltung, bei der mehrere Personen zusammenkommen, auszurichten.
Jetzt haben die Werte der 7-Tage-Inzidenz im Westerwald die kritische Marke von 50 weit überschritten (der Artikel wurde am 25.10.2020 verfasst). Das Risiko einer Ansteckung ist nun um ein Vielfaches höher. Maßnahmen zur Eindämmung müssen ergriffen werden. Es ist derzeit fraglich, ob und in welcher Form Zusammenkünfte im November stattfinden können und dürfen.
Die Kinder sollen aber nicht ganz leer ausgehen. Wir haben einen Weg gefunden, die Brezeln möglichst sicher zu verteilen. Die Bürgermeister der umliegenden Ortsgemeinden haben zusammen folgendes Konzept entwickelt: Die Ortsgemeinden Görgeshausen, Heilberscheid, Niedererbach und Nomborn werden am 11.11.2020 die Grundschulkinder in der Schule mit Martinsbrezeln versorgen. Die Ortsgemeinde Nentershausen übernimmt die Versorgung der Realschule Plus. Heilberscheid und Nomborn versorgen darüber hinaus die Kinder in der KiTa Hummelhaus.
Leider können wir damit nicht alle Kinder erreichen. Für die Kinder, die noch nicht in den Kindergarten gehen, biete ich den Eltern an, mir bis zum 06.11.2020 eine E-Mail mit dem Namen, dem Alter und der Adresse des Kindes zu schicken. Ihr erhaltet dann am 11.11. eine Brezel oder – je nach Umsetzbarkeit- einen Gutschein bei einem Bäcker.
Wir sollten aber auch den Hintergrund des Martinsfestes nicht vergessen. Gegen den Widerstand seiner Soldaten hat Martin selbstlos im kalten Winter seinen Mantel mit einem fast unbekleideten Bettler geteilt, damit dieser nicht erfriert. Später erschien ihm der Bettler dann im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen. Es ist die Geschichte von Nächstenliebe, gegen Egoismus.
Gedenken wir des heiligen Martins, beten wir für Nächstenliebe und den Zusammenhalt der Bevölkerung in der Krise und im alltäglichen Leben.
Ich würde mich freuen, wenn die Kinder am Abend des 11.11.2020 eine Laterne vor das Haus oder ins Fenster stellen. Nicht nur, um dem heiligen Martin zu gedenken, sondern auch als Zeichen, für die Gemeinschaft, gegen den Egoismus und für die Hoffnung, dass die Pandemie schnellstmöglich endet und wir wieder ein normales Leben mit uneingeschränkten persönlichen Kontakten führen können.
Bleibt gesund!
Euer Patrick Brach, Ortsbürgermeister